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Atemberaubung

...und was sonst noch passierte.

Ich sitze hier mit einer Erkältung und den Bürden der vergangenen 4 Jahre, in denen ich mich nicht mehr habe blicken lassen. 4 Jahre, in denen ich von einem Mädchen zu einer Frau herangereift bin, in denen ich die Freuden des Lebens, jedoch auch viel Leid und Tränen durchleben durfte, gereift an Erfahrungen, geprägt von Erlebnissen. Und realistisch, objektiv, all das, was ein gesundes Erwachsensein mit sich bringt.

Für all diese Erlebnisse bin ich zutiefst dankbar. Ich bin dankbar für die Wendung in meinem Leben, in der ich Jan kennenlernen durfte, die erste richtige Liebe, die ich als solche eindeutig identifizieren und verspüren durfte, die Bedingungslosigkeit, das Fallenlassen und die Genügsamkeit, die eine wahre Liebe ins Leben trägt.

Umso härter und schmerzhafter der Aufprall in dem Moment, in dem sie mir entzogen wurde. Die Mutlosigkeit, der alles durchdringende Schmerz welcher alles andere auf der Welt wie ein Grauschleier erscheinen lässt.

Ob dies einen Prüfung durch das Schicksal ist? Tiefpunkte prägen einen Menschen, stellen ihn jedesmal erneut auf die Probe, formen seine Einstellung dem Leben gegenüber. Durch meine stets unvollständige Fähigkeit, damit umzugehen, sondern immer in noch weitere Probleme zu flüchten, konnte ich mir in den vergangenen 4 Jahren eine neue hohe Problembewältigungskompetenz aneignen, aufgrund welcher meine Therapeutin sehr stolz auf mich gewesen wäre.

Ich habe das Tal überschritte und gehe, wenn auch noch schleichenden und keuchenden Schrittes in einen neuen Lebensabschnitt. Und bin dankbar für all die Erlebnisse und all das Gelernte der Vergangenheit.

Jedoch ist heute nun der richtige Zeitpunkt, nach vorn zu schauen statt zurückzublicken.

8.1.14 19:34, kommentieren



Leben, blass - 12.01.2014

Gegenüber der mit Würze verbundenen Aufs und Abs bevorzuge ich momentan die vornehme Blässe.
Die Blässe, die mein Gemüt auf einem konstanten Level hält, die Gewissheit, dass alles gut wird, wenn es nur so weitergeht. Keine aufregenden Abenteuer mehr, die wie eine Achterbahnfahrt mit Adrenalin durchzogen, für die kurzfristige Zukunft riskant sind.

Mein Leben wird entgegen der vergangenen Monate, nicht mehr vom Schmerz dominiert. Nicht mehr von Hoffnung durchzogen. Nicht mehr von Männern regiert und auch nicht mehr durch Selbstaufgabe bestimmt.

Es ist das ruhige Leben, welches mich momentan erfüllt. Keine Alkoholexzesse sind mehr notwendig, und keine extremen Erlebnisse, um mich zu fühlen und zu spüren. Eigentlich, so kann man sagen, ist dies der Idealzustand. Mich ruhig der Zukunft zu widmen, wieder eines freien Blickes nach vorn zu schauen und mit einer neutralen Sichtweise die Zukunft zu planen. An mir zu arbeiten, mich selbst zu perfektionieren und mit mir ins Reine zu kommen.

Durch diese Ausgeglichenheit ist es mir derzeit auch nicht möglich, mit Wörtern zu jonglieren und Metaphorisch zu schreiben. Es ist diese Ruhe in Kopf und Herz, dieses Faktische, welches meine Persönlichkeit auszeichnet und mich zu dem Menschen macht, der ich bin und vor allem der ich gerne bin.

12.1.14 23:57, kommentieren



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