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Trauriger Abend

Irgendwie ist alles grad so traurig.

die Bäume, der Wind, die Straßen unter dem Schneematsch, die vor lauter Last erdrückt zu werden drohen ...

mein leben, dass sich in diesem moment gerade so entfaltet, dass ich, wie beim aufklappen eines altbekannten traurigen buches, die tränen nicht zurückhalten kann. 

meine seele, die vor einsamkeit, traurigkeit, niedergeschlagenheit, der last des alltages nicht mehr standhalten kann.  meine gefühle, die, eingesperrt in einem schwarzen gefängnis voller vorwürfe und staub, an der tür klopfen und warten, heraussprudeln zu dürfen...

 was will ich? was kann all dies besser machen? was brauche ich?

ich weiß es nicht. ich bin auf der suche nach mir selbst. ich weiß nicht, wer ich bin, ich brauche halt. ich brauche etwas und jemanden, irgendsolches, was mir meine eigene definition schenkt.  ist es liebe? ist es wärme? ich weiß es immer noch nicht. denn während ich mich noch auf der suche befinde, brauche ich endlos. endlos viel von allem. und selbst das ist nicht genügend. ich bin ein zombie, ich will blutsaugen, weil ich mir nichts wert bin.

 ich möchte, dass die zeit vorübergeht, möchte endlich etwas vom leben haben, möchte, dass die wogen sich glätten und das leben mir wieder freundlich gesinnt ist. möchte, dass alles kaputte in flicken wieder zusammenkommt, all das leid und elend nie wieder vor augen erscheint, und wenn, dann auch nur als bitterer beigeschmack einer zuckersüßen lebensphase...

 Weihnachten, das fest der liebe - und wo bleibe ich? wo werde ich sein, an den heiligen weihnachtstagen, wo die luft vor lauter liebe und wärme zu brennen scheint - wann werde ich mich endlich gefunden haben ?

4.12.08 23:25, kommentieren



klammern an dem, was man besitzt. furcht haben, das zu verlieren, was man schätzt oder lange zeit geschätzt hat. und traurig sein, wenn man es verliert - ist es nicht menschlich?

schmerz, leiden, elend und melancholie - auch das sind essentielle seiten des lebens. sie machen das leben vollkommen - nicht perfekt, sondern wirklich nur vollkommen. 

inmittendrin sich befindend, ist es schwierig, die absolut korrekte eintscheidung zu treffen. hoffnung, eine schöne, positive sache, die uns das leben schenkt, die jedoch auch vernichtend ist. vernichtend, wenn sie sich als hoffnungslos nach langer zeit der hoffnung herausstellt. vernichtend für das eigene angebrochene herz, das die hoffnung wohl endültig für immer verloren hat. und stark - wie eine bombe einschlagend und alles vernichtend, zu fehlentscheidungen führt.

ich war seit frühester kindheit von verlustängsten geprägt. habe stets gelernt, die vorhandenen schätze des lebens wertzuschätzen und dankend anzunehmen, war nie ein kind des überflusses.  aber nun bin ich wie ein klammeraffe und erkenne mich nicht wieder.

1 Kommentar 4.12.08 23:33, kommentieren

Einsamkeit

6.12.08 22:27, kommentieren

schöne Einsamkeit??

6.12.08 22:30, kommentieren



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