reflections

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My Sad Beautiful World

Gefühlschaos, wirrwar...herumirren im heiligen sumpf der meere.

so fühlt sich derzeit mein seelenzustand an.

könnt ihr euch vorstellen, dass ein Mann, der eine nahezu perfekte Freundin hat, sei es vom Aussehen, Charakter usw... dass er eine nacht, mehrere Stunden vor der Bar, an der ich gearbeitet habe, verbringt, um mich sicher nach Haus zu bringen?

Nach monatelangem herumirren habe ich es fertiggebracht, in mein Leben einzusteigen. es zu genießen, meine persönlichkeit wiedergefunden.

und nun das...und noch viel mehr. er hat erreicht was er wollte. nämlich bis zum Feierabend auf mich gewartet. das war um 2 uhr.

er hat mich auf dem dunklen weg beschützt. hat mir seine schulter angeboten, seinen arm. hat mir mental sterne vom Himmel geholt, und mir gesagt, wie bezaubernd ich sei.

er, dem ich bei jedem wiedersehen wieder voller schwäche erlegen bin. und diesmal nicht anders. unglücklich und vollersehnsucht sagten wir an meiner haustür einander auf wiedersehen, und dass es ein nächstes mal geben wird.

vielleicht bleibt es von nun an ein traum, aber es ist ein schöner Traum, von einer starken schulter und einem ganzen Mann. ein Mann, der eine freundin hat. und mich begehrt, und zwar bei jedem wiedersehen...

1 Kommentar 2.9.07 17:53, kommentieren



sad days and tears...

Ich bin wieder in einer phase der melancholie, um es nicht bei wahrem namen, der depression, zu nennen.

langsam frage ich mich über den hintergrund der manischen depression und ob ich auch davon betroffen bin. durch meine essgestörte vergangenheit (zum teil auch Gegenwart) vermag ich gar nichts mehr zu realisieren, was meine wahren gefühle betrifft.

seitdem ich am sonntag von meiner mutter vollgestopft wurde, fing es an...und es dauert bis heut immer noch an.

Bei manisch depressiven menschen fehlt nicht der vorsatz das leben zu genießen, sondern der Elan, die fähigkeit. so wie ich mich im moment nicht fähig fühle, auch nur IRGENDwas auf die reihe zu bekommen.

Eben vom zahnarzt mit einer tauben gesichtshälfte wiedergekommen. Meine Mutter macht die tür auf, und macht wieder kehrt. so, als ob es sie einen scheißdreck interessierte, was mit meinem leben los ist. und da fragt man sich wirklich über den sinn ihrer ewig beteuerten liebe, ob sie wirklich existent ist.

 vor lauter gedanken fiel mir der kefirbecher aus der hand und fiel auseinander in bruchstücke, genauso wie der kefir sich auf dem ganzen boden verbreitete. meine mutter sah es, und ging weg. ganz ohne kommentar.

Ich weiß, ich bin ein schwieriges kind, vermochte schon in meiner kindheit nicht, die leute in meiner umgebung glücklich zu machen, sondern verhielt mich jeher wie ein blutsauger. aber ich bin essgestört - hey! ich brauche aufmerksamkeit, liebe, zuneigung ectpp. und ist diese forderung, der schrei, nicht eindringlich genug? lässt meine selbstzerstörerung nicht erkennen, dass ich hilfe brauche?

ich spiele jeden tag vor, die gute tochter, die tolle schülerin zu sein. doch was bin ich noch innendrinne? die distanzierung zu meiner essstörung tat mir gut, sodass ich vieles mehr im leben zu wahrnehmen vermochte. aber das ließ mich erkennen, wie erbärmlich allein ich doch bin auf dieser ganzen weiten welt.

ich habe das gefühl, wieder im sumpf zu ersticken, und mich nicht aus eigener kraft befreien zu können... ich heule hier und weiß absolut nicht mehr weiter.

vielleicht ist es ohnmacht, das gefühl, keine kontrolle, macht über jegliche dinge zu verfügen. noch nicht mal über mich selbst, meine körper, meine seele.

ich hasse das leben so sehr dass ich in frage stelle ob ich es wirklich fortführen möchte, und wenn ja, wie lange noch?

 

4.9.07 18:43, kommentieren

sad life, hopeful present?

Die Geschichte von einem Mädchen, das sich der Zuwendung der Mutter sicher war, und zwar unter allen Umständen, was ihr aber von einem bösen Onkel eines Tages entzogen wird.

Von nun an versucht das arme Kind mit allen erdenklichen Mitteln gegen diesen herzlosen Menschen um die Liebe ihrer Mutter zu kämpfen.
Es verletzt seine Spielkameraden. Damit die Mutter sie beschimpft. Denn das ist auch eine Form der Aufmerksamkeit, der Fürsorge. Was sie jedoch bekommt, sind – entgegen ihrer Erwartungen – harte Prügel. Sie tun weh, sie sind wie Salz, welches sich auf ihr kleines, bluttriefendes Herz niederschlägt und die Wunde zu einer unaushaltbaren Folterqual werden lässt.
„Nein,“ denkt sich das kleine Mädchen. Ich möchte selbständig sein, nicht auf die Aufmerksamkeit anderer angewiesen sein. Nie wieder!
Sie zieht sich zurück. Wird nun für die Umgebung unsichtbar.
Ihre Umgebung stellt für sie eine andere Welt dar. Eine Welt, die für sie immer mehr unzugänglich wird.
In ihrer Welt jedoch, ist Platz für sie – ausreichend Platz.
Denn ihre Welt besteht nur aus ihr selbst, und Leere. Unendlich viel Leere. Welche auf als einziges von der Ausenwelt wahrnehmbar ist.

Es ist das Bild, die Geschichte, die zuerst existierte und dann erst in Wirklichkeit umgesetzt wird.

Die Geschichte, die sie zu Luft werden lässt. Zunächst immer weniger werden lässt, und dann schlussendlich ein Nichts.
Dem Fügen in die Gesellschaft, das Streben nach Anerkennung durch Erfüllen aller Erwartungen hat sie noch immer nicht den Rücken zugewandt.

Luft ist meistens nicht bemerkbar.
Erst wenn sich ein Windhauch bildet, neigen Menschen ihre Köpfe entgegen.


Das stille Mädchen in der eigenen Welt bekommt kritische Blicke zu spüren. Ja, zum ersten mal ist sie fähig, ihrer eigenen Welt zu SPÜREN, dass sie am LEBEN ist.
Dass sie auch für die Außenwelt durchaus bemerkbar ist.

Sie fühlt sich auf dieser Art wohl in ihrer Haut.
Sie lernt es, zu leben. Ein Leben, das aus Aufmerksamkeit über ihr Verschwinden besteht.



Das Aufkommen einer Brise lässt Menschen ihre Köpfe neigen, ihre Haare aus dem Gesicht streichen.
Eine konstant existierende Brise jedoch lässt Menschen in dessen Anbetracht träge werden. Sie hören auf, ihr jegliche Notiz zu schenken.


Und so ist es auch mit dem Mädchen.
Das sich von ihrer Mutter auf Händen getragen fühlte. Und nun fallengelassen wird – sehr tief sogar.
Es hat die Hilfeschreie längst begraben. Sie ist von diesem Sturz betäubt.
Durch den Verlust ihrer Welt hat sie nun auch den Bezug zu sich verloren.
Gefangen in ihrer Ohnmacht, unternimmt sie die verzweifeltesten Versuche. Endlich wieder zu leben. Und zwar definitiv – wirklich zu leben.

Der einzige Ausweg, den sie endlich fand, sie weiß nur noch nicht, dass es ihr eines Tages zum Verhängnis werden sollte.
Sie hat die Liebe, das leben aufgegeben. Stattdessen hält sie sich an ihrer Phantasie fest, durch mehrmaliges „Verschwinden“ erneut ihre Mutter wiederzugewinnen.
Es mag ihr nur nicht mehr gelingen. Sie ist gefangen in ihrer selbst.

Aber irgendwann – sagt sie sich – irgendwann wird es ihr gelingen. Denn dessen war sie sich sicher, da hoffnung zuletzt stirbt. Spätestens dann, wenn sie eine Lücke in dieser Welt voller Menschen hinterlässt, wird die Mutter sich nach ihr umdrehen.

Und da ihr dies womöglich zu lange dauern wird und sie nicht schon davor innerlich verschwunden ist, unternimmt sie viele „Lebenserhaltende maßnahmen“.

Mit Messern, Rasierklingen und sogar Feuerzeugen holt sie sich das Bewusstsein über ihre Existenz zurück, immer wenn sie das Gefühl der Ohnmacht verspürt. – Tag für Tag, Jahr für Jahr.
Und innerlich ist sie tot. Ist bereits einem grausamen Tod erlegen…

25.9.07 20:52, kommentieren

Ohne Titel...29.05.07

Die Welt als diese ist wunderbar.
Sie zeugt von unheimlicher Vielfalt, sowohl schön als auch schäbig.

Die Menschen, die in ihr leben, verleihen ihr eine Lebhaftigkeit, die von nichts anderem übertroffen wird.

In dieser Gigantischen Welt jedoch, kommt sie sich verloren vor.
Die Welt zieht mit all ihrer Lebendigkeit rauschend an ihr vorbei, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen. Und sie kommt nicht mit, fällt zurück.
Langsam, erweckt durch keinerlei Beachtung der Vorauseilenden, fühlt sie sich überflüssig.

Geboren um zu leben, um an dieser Welt teilzuhaben, was sich nicht realisierte.
Geboren um zu spüren, die Vielseitigkeit der Launen und Fassaden der Welt kennenzulernen, ist sie nur fähig, die Schatten der Vorgänger wahrzunehmen.
Es macht keinen Sinn mehr, nachzueilen, denn angesichts der untergehenden Sonne, der immer länger werdenden Schatten, fühlt sie von innen heraus eine Mutlosigkeit, und hockt sich, völlig erschöpft von ihren Bemühungen, gegen eine kahle Wand.

Stillstand, fühlt sich gut an.
Noch genießt sie, in Betracht der immer weiter fernliegenden Silhouetten, ihre Stille, die nur einzig und allein ihr Besitztum ist.
Sie ruht im Stillstand, ist betäubt von den Strapazen der vorigen Tage.

Die Silhouetten in der Ferne werden immer kleiner, bis sie nicht mehr zu sehen sind.
Sie wird hungrig nach Liebe, und zerfrisst sich und ihr Inneres...

25.9.07 20:56, kommentieren

Leere...01.06.07

es gibt tage, an denen bereut man, dass man überhaupt existiert. auf die welt kommt, und all das elend über sich ergehen lassen muss.
diese tage, an denen die vielfältige welt einem so leer erscheint, weil man mit geschlossenen augen umherwandelt, die zukunft nicht sieht, partout nichts sehen will, und daher ins leere starrt.
leider ist in der leere nichts hoffnungsversprechend.
und leider ist die leere das zeichen des scheiterns.
und man sieht nichts mehr, fragt sich den sinn der existenz.
und als antwort kommt wieder - die leere.

kein sinn oder unsinn. aber leere kann durchaus schmerzhaft sein, weil sie die selbstzerstörung provoziert.

25.9.07 20:57, kommentieren

Verarbeitung der Gefühle. ... 09.02.07

Augen öffnen,
nicht entfliehen.
sie schließen,
auf ein Schönes beten.


Augen öffnen,
Das schöne erwarten.
sie wieder schließen,
aus Enttäuschung...


Der Realitität entfliehen,
weg in die sonne anstreben.
den mittelweg nicht finden,
im Unwissen schweben.


Im Unwissen jedoch,
das Jenseits anpeilen.
im Bewusstsein,
des Lebens entfliehen.

25.9.07 21:00, kommentieren

einfach nur mal loswerden...

25.09.07

 

lange habe ich nichts mehr in der form geschrieben, sodass ich mich nahezu wie eine wandelnde inhaltslose hülle wahrnehme. die ich aber bei gott nicht akzeptieren kann zu sein.

 Das Leben zieht einen manchmal so sehr in den Bann, dass man vor lauter Leben alles um sich herum vergisst und vernachlässigt. eine gerade strekce zu laufen ist wahrlich nicht falsch. aber sie engt den horizont insofern ein, dass vor lauter tunnelblick die ganze Umwelt irreal erscheint.

 Jedoch liebe ich das Leben in allen seinen Facetten die mir den Glauben schenken, existent zu sein und fähig bin, gefühle wahrzunehmen und wiederzugeben.

Die vorangegangenen Texte spiegeln eine Traurigkeit wieder, die ich glaube, hinter mir zu haben. Einsamkeit und Verzweiflung, sowie Essen und Depressionen prägen nun nicht mehr mein Leben, sondern scheinen in immer größere entfernung zu schwinden.

stattdessen fühle ich mich nicht mehr an eine kahle wand gelehnt, sondern mitten in einem menschengetümmel, wo ich vorgebe, ein individualist zu sein, aber dennoch eine insgeheime verbindung zu ihnen zu haben, sodass meine Schutzlosigkeit nun nicht mehr Überhand gewinnt.

ich hoffe dass in zukunft viele dieser optimistischen Seiten wieder auftauchen. und ich fühle mich zuversichtlich, mein eigenes kreatives nest aufzubauen. weiterzuschreiben. träume verwirklichen, und sie zu leben.

ein leben allein ist nicht halb so schön wie eines kombiniert mit wunschträumen...

1 Kommentar 25.9.07 21:21, kommentieren



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