reflections

schöne Einsamkeit??

6.12.08 22:30, kommentieren

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Einsamkeit

6.12.08 22:27, kommentieren

klammern an dem, was man besitzt. furcht haben, das zu verlieren, was man schätzt oder lange zeit geschätzt hat. und traurig sein, wenn man es verliert - ist es nicht menschlich?

schmerz, leiden, elend und melancholie - auch das sind essentielle seiten des lebens. sie machen das leben vollkommen - nicht perfekt, sondern wirklich nur vollkommen. 

inmittendrin sich befindend, ist es schwierig, die absolut korrekte eintscheidung zu treffen. hoffnung, eine schöne, positive sache, die uns das leben schenkt, die jedoch auch vernichtend ist. vernichtend, wenn sie sich als hoffnungslos nach langer zeit der hoffnung herausstellt. vernichtend für das eigene angebrochene herz, das die hoffnung wohl endültig für immer verloren hat. und stark - wie eine bombe einschlagend und alles vernichtend, zu fehlentscheidungen führt.

ich war seit frühester kindheit von verlustängsten geprägt. habe stets gelernt, die vorhandenen schätze des lebens wertzuschätzen und dankend anzunehmen, war nie ein kind des überflusses.  aber nun bin ich wie ein klammeraffe und erkenne mich nicht wieder.

1 Kommentar 4.12.08 23:33, kommentieren

Trauriger Abend

Irgendwie ist alles grad so traurig.

die Bäume, der Wind, die Straßen unter dem Schneematsch, die vor lauter Last erdrückt zu werden drohen ...

mein leben, dass sich in diesem moment gerade so entfaltet, dass ich, wie beim aufklappen eines altbekannten traurigen buches, die tränen nicht zurückhalten kann. 

meine seele, die vor einsamkeit, traurigkeit, niedergeschlagenheit, der last des alltages nicht mehr standhalten kann.  meine gefühle, die, eingesperrt in einem schwarzen gefängnis voller vorwürfe und staub, an der tür klopfen und warten, heraussprudeln zu dürfen...

 was will ich? was kann all dies besser machen? was brauche ich?

ich weiß es nicht. ich bin auf der suche nach mir selbst. ich weiß nicht, wer ich bin, ich brauche halt. ich brauche etwas und jemanden, irgendsolches, was mir meine eigene definition schenkt.  ist es liebe? ist es wärme? ich weiß es immer noch nicht. denn während ich mich noch auf der suche befinde, brauche ich endlos. endlos viel von allem. und selbst das ist nicht genügend. ich bin ein zombie, ich will blutsaugen, weil ich mir nichts wert bin.

 ich möchte, dass die zeit vorübergeht, möchte endlich etwas vom leben haben, möchte, dass die wogen sich glätten und das leben mir wieder freundlich gesinnt ist. möchte, dass alles kaputte in flicken wieder zusammenkommt, all das leid und elend nie wieder vor augen erscheint, und wenn, dann auch nur als bitterer beigeschmack einer zuckersüßen lebensphase...

 Weihnachten, das fest der liebe - und wo bleibe ich? wo werde ich sein, an den heiligen weihnachtstagen, wo die luft vor lauter liebe und wärme zu brennen scheint - wann werde ich mich endlich gefunden haben ?

4.12.08 23:25, kommentieren

Gedanken ordnen...

Herzlich willkommen, grauer Winter, grauer Himmel und Trübseligkeit.

Ist es zutreffend, dass sich ein Mensch so derartig vom Klima  beeinflussen lässt, in seinen Emotionen und der Entstehung von Melancholie?

Empfinde ich alles, was mich einst traurig gemacht hat, nur zu dieser Zeit als besonders erschwerend, oder ist es die Summation der vielen Faktoren, die alle in unwahrscheinlicher Geschwindigkeit und Menge auf mich herabrieseln? 

Ich habe keinen Halt. Ich habe so wahnsinnig keine Ahnung, wie mein derzeitiges Leben zu funktionieren hat. Ich brauche eine Bedienungsanleitung, dringend, beötige die Essenz, die befreiend auf einen im Loch einsitzenden Menschen wirkt. Brauche Vergessen, Verzeihen, und noch vieles mehr.

 Momentan ist das Leben nicht das, was ich mir vom Leben wünsche, nein, nicht annähernd.

Wenn ich mein Leben reflektiere, wenn ich über Vergangenes nachdenke, macht es mich traurig, muss ich weinen. die Wunden der vergangenen Zeit, die Geschehennisse, die mich geformt haben und zu dem menschen gemacht haben, der ich jetzt bin, sind tiefe Löcher in meiner Seele, die ich niemals werde stopfen können. Niemand hat jemals vermocht, die Vergangenheit umzukehren, die Welt perfekt laufen zu lassen, und dennoch lebe ich in einer Welt, die voller Normalität, voller lächeln und glücklichkeit ist. und ich mittendrin, angepasst.

 nein, es geht nicht anders. so muss es sein...


1 Kommentar 27.11.08 16:53, kommentieren

Braunschweig und mein Schatz /Erinnerungen die I.

Wer weiß schon genau, warum üppige Felder mit kleinwachsenen Büschen und Sträuchern umrandet werden?

Und ist es ein Eingriff in die Natur, die Altersfürsorge zu etablieren, und somit das Lebensende zu versüßen, während unsere Vorfahren, in die Jahre gekommen, in der Immunabwehr geschwächt, einer Krankheit erlagen oder an Reaktionsfähigkeit gemindert, auf Nahrungssuche verunglückten?

Welcher Wert ist der Erhaltung der Natur zuzuordnen, und wo befinden sich die Grenzlinien, wie jene bestehend aus Sträuchern die Ackerfelder umringen?

 

Ist das Menschsein ebenso relativ, und habe ich auf jedem Fleck der Erde das Recht, der Mensch zu sein, der ich bin und mich selbstsicher zu fühlen, entgegen dem herrschenden Durschschnittsprofil und Werte der jeweiligen Regionen, oder zwingt mich die Relativität, mich wie ein Wechselwarmer, mich dem Durchschnitt anzunähern und meine Maske gegen eine andere auszutauschen?

 

Auf dieser kurzen Reise wurden mir Impressionen zuteil, die meine Gedanken ins Flattern beförderten.

Kleinigkeiten, wie Gefühle und Eindrücke, die sich im Klitzekleinen Raum der Seele abspielen, als auch an deren Entstehungsort – der Natur, die fremde Stadt – all das altbekannte und unbekannte, das erforschungswert ist.

 

Ziel der Reise war eine nahegelegene Stadt, wo mein Freund eine Ferienakademie besucht. Knappe 4 Stunden Aufenthalt planten wir für mich ein, die schneller vorübergingen als eine ins Weltall verschwindende Rakete. Jedoch auch das ist relativ, so wie mir völlig verschiede Typen von Menschen ins Auge fielen, die durch das hektische Großstadtleben mit seinen Reizüberflutungen von jeher verdeckt wurden. Ich war dankbar für die willkommene Abwechslung in meiner inneren Ruhe, die ich jenseits von Hamburg erlebte.

 

Ein hartnäckiger Verfolger hatte sich bereits an meinem Abfahrtsbahnhof, nachdem ich ihm Reiseauskünfte gab, fest an mich geklettet, und zwar bis zur 2. Umstiegsstation Hannover, was mich zeitweilig beängstigte. Dessen Auswirkung auf meine Gefühle erblich jedoch, als ich wir im Anschlusszug auf ein Dutzend junger Kerle mit lustig beschrifteten einheitlichen grünen Polohemden, die sich als Junggesellenabschiedsgesellschaft entpuppten, stieß, die munter fröhlich, und leider auch lautstark Lieder in der frühen Morgenstund trällerten. Sowohl zum Weinen als auch zum Lachen war mir zumute, brachte aber nichts weiteres hervor als ein müdes Lächeln, während sich eine große Zufriedenheit einstellte, als der Gesang zu verebben schien.

 

Sowohl vom Verfolger als auch von der lustigen Gruppe durfte ich mich verabschieden als es in den nächsten Zug ging. Dieser sollte mich nun zu meinem langersehnten Treffen mit meinem Schatz bringen.

 

Es ist erstaunlich, inwiefern sich die Mentalitäten der beiden nur kurz entfernten Städte unterscheiden. Ich schließe nicht aus, dass meine eigene Unsicherheit mich in dieser Sache täuscht, jedoch erschien mir Braunschweig wie eine neue Klimazone, im Bezug auf mich, mit gewissen Diskrepanzen im Zwischenmenschlichen.

Allein der Unterschied der Menschen, die auf der offenen Straße anzutreffen sind, schienen mir gewaltig groß.

28.10.08 17:28, kommentieren

Ich habe Leben

Es funkelt so sehr...

Erst wenn du die Dunkelheit überbrückst, wirst du die Helligkeit in Ihrer vollen Fülle wahrnehmen können. 

ich habs geschafft.

19.9.08 21:39, kommentieren



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